Syrien

Viele sind vermutlich schon müde und abgestumpft geworden immer wieder Schreckensnachrichten aus Syrien zu hören,lesen oder zu sehen.
Die aktuelle türkische Militäroffensive in Syrien hat die nächste Stufe der Eskalation hervorgerufen und Leidtragende,wie so oft, unbeteiligte Zivilisten und unter Ihnen die Ärmsten…deren Kinder.
Ich bitte all die Leser dieser Zeilen auf ihr Herz zu hören und mit ihrem Herzen Ihren Geldbeutel zu öffnen….spenden Sie ! Bitte, spenden sie und meiner Tochter trauend,die bei Caritas Österreich für den Bereich Syrien tätig ist,kommt Ihr Geld auch an der richtigen Stelle an! Geben Sie sich einen Ruck und spenden Sie online oder sonst irgendwie
an:
BAWAG P.S.K
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“Scheiden-verjüngungs” therapie mittels Laser

Die us-amerikanische Arzneimittelbehörde (FDA) warnt vor der Anwendung medizinischer Geräte (zB. Laser) bei Beschwerden wie z.B. Scheidentrockenheit,unwillkürlichen Harnverlust oder zur vermeintlichen Verbesserung des Sexuallebens.
diese Behörde gibt potentiellen Patientinnen folgende Empfehlungen:
- seien sie sich bewusst,dass diese Art von( Laser-) behandlung nicht etabliert ist
- die us-amerikanische Arzneimittelbehörde hat diese Art der Behandlung noch weder in ihrer Effektivität geklärt bzw. genehmigt

Leberschädigung durch Esmya ?

Die europäische Arzneimittel behörde wird eventuelle Zusammenhänge zwischen  der Einnahme von Esmya (Ulipristalacetat) und  Leberschädigungen überprüfen. Es wurden bei insgesamt 4 Frauen, welche Esmya eingenommen haben schwere Leberschäden berichtet, wobei bei drei Frauen eine Lebertransplantation durchgeführt werden musste. (man geht davon aus daß bis dato 670 000 Frauen dieses Medikament eingenommen haben)

Das Medikament Esmya wird eingesetzt um durch Gebärmuttermyome bedingte Symptome wie zB.starke Blutungen in der Prämenopause zu reduzieren. Derzeit ist dieses Medikament bei dieser Indikation in den Vereinigten Staaten (noch?) nicht zugelassen.

vorbeugende Eileiter – Entfernung im Rahmen von Operationen

zur Vorgeschichte

Das Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) ist die fünfthäufigste Krebstodesursache bei Frauen in Österreich und das Genitalkarzinom (Krebs des wiblichen Beckens) der Frau mit der höchsten Sterblichkeit. In Österreich erkranken daran jedes Jahr ca. 700 Frauen und es versterben ca 500 Frauen. Es gibt derzeit keine zuverlässige Früherkennung; weder Tumormarkerbestimmungen noch der Ultraschall durch die Scheide konnten sich als Vorbeugeuntersuchungen etablieren, um diese Art von Krebs früzeitig  zu erkennen.

In den letzten Jahren hat sich das Verständnis über die Entstehung des Eierstockkrebses geändert . Man geht heute davon aus, dass ein gewisser Typ des Eierstockkrebses, und auch der häufigste,  zunächst in den Enden der Eileiter , den sogenannten Fimbrien entsteht. So lassen sich auch bei 60%  derartiger Ovarialkarzinome (Eierstockkrebs) solche Vorläufererkrankungen in den Eileitern finden.

So hat eine Entfernung der Eileiter das Potential einen relevanten Teil dieser Art von Ovarialkarzinomen zu verhindern. Die Entfernung der Eileiter gilt als sicherer nahezu komplikationsfreier Eingriff und führt nachweislich nicht zu einer Reduktion der Eierstockfunktion.(das heisst man kommt dadurch nicht frühzeitig in den sogenannten “Wechsel”)

Die österreichische Gesellschaft  für Gynäkologie und Geburtshilfe empfiehlt daher, dass entsprechenden Frauen mit abgeschlossener  Familienplanung (das heisst dass definitiv kein weiteres Kind im Leben dieser Frauen gewünscht ist) vor einer entsprechenden gynäkologischen Operation, einem Kaiserschnitt oder einer Tubensterilisation (Unterbindung der Eileiter) die Möglichkeit der vorbeugenden Eileiterentfernung angeboten wird.

Darauf  hingewiesen wird,dass diese Empfehlung im Einklang mit Stellungnahmen anderer Fachgesellschaften steht (USA,Grossbritannien, Australien)

Ach unsere Abteilung bietet eine derart vorbeugende Massnahme bei technischer Machbarkeit an, wobei diese fast immer gegeben ist mit Ausnahme einzelner Eingriffe über die Scheide, wobei hier meines Erachtens der Vorteil des minimal invasiven Zuganges überwiegt.

 

“weil er da ist”

Ein Bergsteiger namens George Mallory ,der 1924 bei dem Versuch den Mount Everest zu besteigen gescheitert war und dessen Leiche man erst 1999 fand,wurde gefragt warum er denn überhaupt den Mount Everest besteigen wolle.

Seine damalige legendäre Antwort war eigentlich ganz einfach und doch ein wenig skurril:”Weil er da ist” (Because it is there)

Worauf will ich hinaus? Immer wieder werde ich von Frauen konsultiert,die von ihrem Frauenärzt/in mit der Diagnose einer Senkung (manchmal wird auch der drastischere Begriff eines Prolaps benutzt) konfrontiert werden und auch eine operative Behandlung nahegelegt wird, ohne dass diesbezügliche Beschwerden bzw. besser Lebensqualität beeinträchtigende Beschwerden bestanden hätten.

Immer wieder bestehen dann durch die geäußerte Diagnose im Wissen ob dieser Beschwerden,die man ohne frauenärztliche Konsultation gar nicht gehabt hätte :) und die Diagnose soll dann auch zu einer Operation führen, die ohne Untersuchung nie nötig gewesen wäre,weil man sich bis dorthin ja eigentlich recht wohl und unbeschwert gefühlt hat. Nur weil die Senkung da ist?!

Deswegen,bitte nachfragen,wenn sie mit einer angeblich operationsbedürftigen Diagnose konfrontiert werden,die sie bis dato in keinster Weise gestört hat ihr Leben unbeschwert zu genießen!

 

Kritik an gängiger Vorgangsweise bei Gebärmutteroperationen

“F.D.A discourages procedure in uterine surgery” lautet die Schlagzeile eines Artikels in der New York Times dieser Tage.

1) was oder wer ist die F.D.A? – die Abkürzung steht für “food and drug administration” und steht für eine Vereinigung zum Schutz der öffentlichen Gesundheit in den USA – sie kontrolliert die Sicherheit und Wirksamkeit für Arzneimittel der Human und Tiermedizin sowie Medizinprodukten,Lebensmittel und strahlenemittierenden Geräten.Sie ist dem Gesundheitsministerium unterstellt.

2)der Anlassfall: die Gebärmutterentfernung bei einer 4o-jährigen Anästhesistin auf Grund von starken Blutungen infolge vergrößerter Gebärmutter,einem Uterus myomatosus. Um diesen Eingriff ohne Bauchschnitt,dh, minimal invasiv mittels Bauchspiegelung(Laparoskopie) zu bewerkstelligen, wurde im Rahmen der Operation das Verfahren des sogenannten Morcellements benutzt.Hierbei wird das Myom resp. in diesem Fall der gesamte Uterus maschinell elektronisch “zerstückelt” um z:B ein Myom von 10cm Durchmesser durch Öffnungen von 1-2cm entfernen zu können.Im Rahmen dieser Zerstückelung ist es möglich das Zellen des Myoms im Bauchraum verteilt werden,was normalerweise auch keinerlei Auswirkungen hat.

In diesem Falle handelte es sich jedoch um einen bösartigen Tumor,ein sogenanntes Sarkom – dies ist ein ereigniss, welches im Rahmen von Myomen in einem von 350Fällen!! ,also extrem unwahrscheinlich eintritt und dieser Umstand per se eigentlich keinen Grund (Indikation) zur Gebärmutterentfernung darstellt. Die Diagnose dieses bösartigen Tumors kann nur postoperativ durch die histologische Untersuchung durch den Pathologen gestellt werden.In diesem Falle wurden somit (möglicherweise) Zellen des Sarkoms unkontrolliert in der Bauchhöhle verstreut und damit eventuell die Prognose(Heilungsaussicht) negativ beeinflusst.

Deswegen unterzog sich die Patientin Monate danach einer weiteren großen Operation um auch vorsorglich weitere möglicherweise betroffene Organe entfernen zu lassen. Federführend der Ehemann der Betroffenen (ein Thoraxchirurg) startete eine landesweite Kampagne um die gängige Praxis des Morcellements auf Grund des Schicksales seiner Frau in Misskredit zu bringen,um,wie er sich ausdrückte,weiteren Frauen das Schicksal seiner Frau bei entsprechend angewandtem Vorgehen zu ersparen. Dies führte schliesslich zur Reaktion der FDA  ”to discourage the procedure” was so viel heißt,Ärzte aufzufordern, von dieser Vorgangsweise Abstand zu nehmen bzw. sie zu “entmutigen” einen Eingriff auf diese Weise vorzunehmen.

Ob es angebracht ist eine Operationstechnik, von der 349 von 350 Frauen einen potentiellen Vorteil ziehen auf Grund der einen Frau,welche möglicherweise davon infolge eines tragischen Einzelfalles einer schlechteren Heilungschance bei Vorliegen eines zufällig vorliegenden bösartigen Tumors  unterliegt, nicht mehr anzubieten und durchzuführen ist am ehesten im jeweiligen Einzelfall zu entscheiden. Ob es verpflichtend sein soll, jede vor der Operation stehende Patientin ob dieses Umstandes aufzuklären,kann der Autor dieser Zeilen für sich noch nicht beantworten….informiert hat er mit diesen Zeilen:)

Des Weiteren wird abzuwarten sein ob nationale Fachgesellschaften jenseits und diesseits des Atlantiks mit entsprechenden Empfehlungen auf die Stellungnahme der FDA reagieren werden. Auf jeden Fall werden sie an dieser Stelle informiert werden.

Die von uns hauptsächlich durchgeführte Technik der Gebärmutterentfernung mit Unterstützung der Laparoskopie haben wir über Youtube veröffentlicht. Hierbei wird in nahezu allen Fällen eine Zerstückelung im Bauchraum vermieden.http://youtu.be/HQwmnjskPKc

 

Video einer total laparoskopischen Hysterektomie

http://youtu.be/HQwmnjskPKc

 

OEGGG-seminar Indikationen

OEGGG- Seminar

 

Indikationen

Privatordination

Es gibt eigentlich keine Homepage meiner Kollegen/innen, in der es nicht hauptsächlich um ihre fachlichen Angebote und Bewerbung ihrer Privatordinationen geht. Bei Durchsicht dieser Seiten ist mir aufgefallen, daß meine Privatordination auf der eigenen Homepage bis dato eigentlich totgeschwiegen wurde. Ich möchte es hiermit kundtun:

Auch ich führe eine Privatordination! :)

Ort: in den Räumlichkeiten der gynäkologischen Ambulanz der Barmherzigen Brüder, Marschallgasse 12,8020 Graz

tel. Kontaktaufnahme unter :0316/7067/3102

was können sie erwarten?

  1. frauenärztliche Untersuchung inklusive allfällig notwendiger Ultraschalluntersuchung
  2. Beurteilung und insbesondere Beratung im Rahmen eventuell notwendiger Operationen (Zweitmeinung!)
  3. im Falle einer angezeigten Operation Beratung und Aufklärung betreffend unterschiedlicher Operations-und Behandlungsmethoden und
  4. sollte es von der Patientin gewünscht sein, in weiterer Folge die Durchführung der Operation selbst mit dem Versprechen ob einer korrekten Information die eigene Expertise dieser für jede Patientin individuelle Operation betreffend

Mein Schwerpunkt besteht definitiv rund um die operative Versorgung gynäkologischer Problemstellungen aber auch im Wissen ob der  (oder gegebenenfalls auch nicht ) Notwendigkeit derartiger für Frauen im wahrsten Sinne des Wortes einschneidenden Eingriffe.

 

Zweitmeinung und “Muppets”

Wissen sie,wer als “muppets” in der Umgangssprache einzelner britischer Investmentbanker bezeichnet wird?

Vorweg – sie meinen damit nicht die herzigen Figuren wie Miss Piggy oder Kermit den Frosch aus der gleichnamigen Show.

Auf diesen von einem Teil dieser Banker verwendeten zynischen Begriff bin beim Lesen eines von Greg Smith 2012 veröffentlichten Buches- “die Unersättlichen” gestossen. Der Autor beschreibt hierin seine 12jährige Karriere bei Goldman Sachs,einer weltweit operierenden und bekannten Investment Bank. Hier werden “vertrottelte” Bankkunden als Muppets bezeichnet- so zB. “Mein Muppet von Kunde hat sich für den Trade, den wir gerade durchgezogen haben, keine Vergleichsangebote eingeholt, sodass wir an ihm noch schlappe 1,5 Millionen Dollar mehr verdient haben als sowieso schon. Damit meinte er,dass der Kunde Vertrauen gehabt und den Kurs nicht bei anderen Maklern gegengeprüft hatte. Der Verkäufer hatte ihm de facto zu viel berechnet.”

Gut möglich, dass die “Finanzmanager” der Salzburger Landesregierung nach Ansicht der betreffenden Investment-bank ebenfalls zum Typ “Muppet” gezählt” wurden:)

In irgendeine Weise sind wir alle “Muppets” – Ahnungslose, die in vielen Bereichen auf Informationen anderer angewiesen sind, denen wir infolge ihres, so hoffen wir, Informationsvorsprunges jenes Vertrauen entgegenbringen, dass sie in unserem Sinne und Interesse agieren.Und wir holen uns beim Kauf eines Autos oder Bau eines Ein- Familienhauses nahezu immer Vergleichsangebote ein, um bei gleicher oder zumindest ähnlicher Qualität dem relativ Günstigsten den Vorzug zu geben.

Wie sieht es jetzt bei medizinischen Fragestellungen speziell im Rahmen von allfällig notwendigen oder auch nicht notwendigen Operationen aus? Wie groß ist hierbei unsere Bereitschaft einen zweiten Behandlungsvorschlag , eine Zweitmeinung einzuholen – Erfahrungsgemäss gering und in manchen Fällen auch zu spät wenn vieles schon gelaufen und manchmal in die falsche Richtung gegangen ist. Zurückblickend hätte man vielleicht doch einen zweiten Ärzt/in fragen sollen,man hätte sich wohler und sicherer gefühlt, wären zwei gleicher oder ähnlicher Meinung gewesen oder hätte vielleicht sogar ein dritter das Pendel in die eine oder andere Richtung ausschlagen lassen. Zweitmeinung im Internet…problematisch bis grenzwertig möglich, dass dort auf ihr ganz persönliches Problem eingegangen werden kann. Besser sammeln sie allenfalls  Informationen aus dem Internet und konfrontieren damit gezielt den ausgewählten Arzt ihrer zweiten eingeholten Expertise. Es gibt dringliche Operationen nach Unfällen oder bei akuten Bauchschmerzen  infolge Darmverschluß .Viele Operationen jedoch sind zur Besserung ihrer mittel-bis langfristigen Lebensqualität gedacht  und gerade hier zahlt sich oft die Einholung einer Zweitmeinung aus.Und bringen sie nicht gleich den Vorschlag des erst-aufgesuchten Arztes/Ärztin zur Sprache – hin und wieder neigen Mediziner wie Politiker von Oppositionsparteien erstmal prinzipiell anderer Meinung als der “Andere” zu sein:)

Also…werden sie nicht zu “Operationsmuppets” ! :)